04.11.2020

Zu wenig Geld für Strom und Warmwasser

FRANKFURT - Steigende Energiekosten reißen immer größere Löcher in die Haushaltskassen. Der Caritasverband Frankfurt bietet mit dem Projekt Stromspar-Check eine kostenlose Energiesparberatung an. Das Angebot richtet sich an Haushalte mit geringem Einkommen. Unter Beachtung aller notwendigen Hygienemaßnahmen spüren geschulte Berater Stromfresser auf und geben Tipps, wie die Energiekosten zukünftig reduziert werden können.

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Besonders hart treffen die Kostensteigerungen Menschen, die gerade so viel Einkommen erwirtschaften, dass sie keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation noch, es kommen nun verstärkt Familien hinzu, denen durch die Folgen der Pandemie Einnahmen wegbrechen. Aber auch in Haushalten die Sozialleistungen beziehen, reicht die im Hartz-IV-Regelsatz vorgesehene Energiepauschale häufig nicht aus. Insbesondere stromfressende Boiler oder Durchlauferhitzer verursachen beim Wasserverbrauch höhere Kosten.

 

Der Deutsche Caritasverband hat in seinem Projekt Stromspar-Check mit einer Analyse den Stromkonsum von Haushalten ermittelt, die Grundsicherung beziehen.

 

„Bei unseren Energiesparberatungen vor Ort zeigt sich immer wieder, dass neben einem alten Kühlschrank oder der Gefriertruhe im Keller vor allem elektrische Durchlauferhitzer die größten Stromfresser im Haushalt sind“, weiß Stromspar-Check-Sprecherin Nicola Buskotte. „Damit kann sich eine mehrköpfige Familie regelrecht arm duschen oder baden, ohne sich dessen bewusst zu sein.“

Ihr Kontakt

Clara Seipel

Externe Kommunikation
Alte Mainzer Gasse 10
60311 Frankfurt

Über das Projekt Stromspar-Check im Caritasverband Frankfurt

Finanziell gefördert durch das Bundesumweltministerium, bietet die Caritas in Frankfurt eine kostenlose Energiesparberatung an. Das Angebot richtet sich nicht nur an Haushalte, die Leistungen nach Hartz IV, Grundsicherung, Sozialhilfe, Wohngeld und Kinderzuschlag erhalten, sondern auch an Haushalte, die lediglich über ein Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze verfügen. Diese beträgt bei einem Single-Haushalt 1.180 Euro, bei einem Haushalt mit zwei Kindern 1.870 Euro und für jedes weitere Kind 250 Euro zusätzlich.

 

Geschulte Berater spüren beim Stromspar-Check Stromfresser im Haushalt auf und geben Tipps, wie die Energiekosten zukünftig reduziert werden können. Nach dem Haushalts-Check, der in Zeiten von Corona nach den jeweils gültigen Hygienevorschriften durchgeführt wird, erstellen die Berater einen ausführlichen Bericht und jeder Haushalt erhält ein Starterpaket mit Energiesparartikeln im Wert von bis zu 70 Euro.

 

Beim Austausch eines Kühlschranks, der älter als 10 Jahre ist, können unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse gezahlt werden. Neben möglichen 100 Euro durch das Bundesprojekt Stromspar-Check, fördert das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main den Austausch eines alten Kühlschranks nochmals mit maximal 120 Euro.

Rückfragen und Anmeldung unter 069 2982-6356 oder energiesparservice(at)caritas-frankfurt(dot)de. Hier können Sie sich informieren, wie ein Stromspar-Check abläuft: www.caritas-frankfurt.de/stromspar-Check.de

Letzte Aktualisierung

24.11.2020

Aktuelles aus dem Bistum

#30unter30: Stiftungsnachwuchs fördern

Limburg – Vom 28. bis 30. September 2022 findet in Leipzig der diesjährige Deutsche Stiftungstag statt. Die Initiative #30unter30 bietet 30 jungen Menschen unter 30 Jahren die Möglichkeit, kostenfrei an dem diesjährigen Stiftungstag teilzunehmen. In Workshops und in Begegnungen mit anderen Expert*innen aus der Branche, können sie aktiv Netzwerken und lernen, was es Neues im Bereich Stiftungswesen gibt.

Video zur „Aktionswoche Schuldnerberatung“ veröffentlicht

Limburg/Frankfurt/Wiesbaden/ Westerwald/Rhein-Lahn - Schon wieder eine Rechnung und drei Mahnungen. Die Briefe. Die vielen Briefe. Sie hätten sich schon längst kümmern müssen. Tom und Susi, so heißen die Protagonisten in einem neuen Erklär-Video, sind überschuldet. Pünktlich zur Aktionswoche Schuldnerberatung vom 30. Mai bis zum 5. Juni haben die Schuldnerberatungsstellen der Caritas im Bistum Limburg ein eigenes Erklärvideo zum Thema veröffentlicht. Die Aktionswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto "... und plötzlich überschuldet". Das Video mit Zeichentrick-Charakter erklärt anschaulich, an wen man sich wenden kann, wie eine Schuldnerberatung abläuft, welche Unterlagen gebraucht werden und wie die Beraterinnen und Berater Hilfesuchenden zur Seite stehen.

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