04.11.2021

Häusliche Gewalt aus der Tabuzone holen

FRANKFURT AM MAIN - Mit der Mailaktion Gewalt kommt uns nicht ins Netz setzt der Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt Frankfurt-West ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Koordiniert vom Caritasverband Frankfurt sind im Arbeitskreis seit zehn Jahren verschiedene Akteure eng miteinander vernetzt, um Betroffene zu erreichen und Frauen und Mädchen darin zu unterstützen, Wege aus der Gewalt zu finden. Mit der heute beginnenden Mailaktion an zahlreiche Einrichtungen in Frankfurt wird ein Flyer mit Notrufnummern verschickt, der Betroffenen direkt mitgegeben oder ausgehängt werden kann. Die bekannte Autorin und Moderatorin Susanne Fröhlich unterstützt die Aktion als Schirmherrin.

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Setzen sich gemeinsam dafür ein, häusliche Gewalt aus der Tabuzone zu holen (v. l. n. r.): Nele Lange, Polizeipräsidium Frankfurt, Gaby Hagmans, Caritasdirektorin, Norbert Heil, Sozialrathaus Höchst, Nanine Delmas, Amtsleiterin Jugend- und Sozialamt Frankfurt, Christa Wellershaus, Frauen helfen Frauen e.V., Dieter Hansen, Verein für Kinder- und Jugendhilfe e.V., Ursula Barkow, Sozialrathaus Höchst, Schirmherrin Susanne Fröhlich, Calogera von Auw und Claudia Santilli, Team Höchst im Caritasverband Frankfurt e. V.

Der Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt Frankfurt-West startet Mailaktion unter Schirmherrschaft von Susanne Fröhlich.

 

Laut Polizeistatistik stirbt in Deutschland jeden dritten Tag eine Frau an den Folgen häuslicher Gewalt. „Das Thema gehört in die Öffentlichkeit und muss raus aus der Tabuzone“, erklärt Susanne Fröhlich ihre sofortige Bereitschaft, die Schirmherrschaft der Aktion gegen häusliche Gewalt zu übernehmen.

 

„Häusliche Gewalt ist nicht begrenzt auf eine bestimmte soziale Schicht, Nationalität, Kultur oder Alter, sie betrifft uns alle. Die hohen Zahlen erschüttern mich und machen deutlich, wie wichtig Aktionen wie diese sind, damit betroffene Frauen Kenntnis von bestehenden Hilfsangeboten erhalten“, erläutert Fröhlich weiter ihre Motivation.

 

Der Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt im Frankfurter Westen leistet seit zehn Jahren Prävention und Aufklärungsarbeit und holt das Thema durch unterschiedliche Aktionen regelmäßig aus der Tabuzone in die Öffentlichkeit. „Zur Prävention Häuslicher Gewalt ist ein verlässliches und gut funktionierendes Hilfenetzwerk unerlässlich“, erklärt Caritasdirektorin Gaby Hagmans.

 

 

Ihr Kontakt

Clara Seipel

Externe Kommunikation
Alte Mainzer Gasse 10
60311 Frankfurt

„Die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt ist in der Pandemie gestiegen. Umso wichtiger ist es auch in Zukunft das tragfähige Netzwerk weiter auszubauen, um für betroffene Frauen und Mädchen in Frankfurt ansprechbar zu sein. Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Politik und Gesellschaft haben eine Verantwortung, Frauen und Mädchen in diesen Kontexten zu schützen,“ so Hagmans weiter.

Zehn Jahre „Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt Frankfurt-West“

Der Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt Frankfurt-West lenkt seit zehn Jahren mittels verschiedener Aktionen die Aufmerksamkeit auf das Thema, ist für Betroffene da, zeigt Hilfsmöglichkeiten auf und zielt darauf ab, den Kreislauf der häuslichen Gewalt innerhalb der Familien systematisch zu durchbrechen. Die Schädigungen, die Kinder durch das Miterleben von häuslicher Gewalt erfahren, sind so massiv, dass häusliche Gewalt als Kindeswohlgefährdung kategorisiert wird.

Das Team Höchst des Caritasverbands Frankfurt e.V. koordiniert im Auftrag des Sozialrathauses Höchst den Arbeitskreis gegen Häusliche Gewalt Frankfurt-West. Dieser besteht aus Teilnehmer*innen verschiedener Facheinrichtungen und Institutionen der westlichen Stadtteile, die eng vernetzt zusammenarbeiten.


Aufgrund der Corona-Pandemie sind viele Veranstaltungen verschoben worden oder konnten nicht stattfinden. Daher haben sich die Teilnehmer*innen des Arbeitskreises neue Wege überlegt, um Betroffene und Angehörige zu erreichen und ihnen wichtige Telefonnummern der Beratungsstellen in Frankfurt am Main mitzugeben. Über die Rundmail können so zahlreiche Einrichtungen in Frankfurt erreicht werden, die den Flyer in Wartebereichen aushängen oder Betroffenen direkt mitgeben können. Der Arbeitskreis wird aus den Stadtteilprojektmitteln Jugendhilfe des Jugend- und Sozialamtes, hier Sozialrathaus Höchst, finanziert.

Kontakte zu Beratungsstellen gegen häusliche Gewalt in Frankfurt

Hilfetelefon                                        08000 116 016
Frauenreferat                                     069 212 35319
Beratungsstelle Frauennotruf          069 709 494
Frauen helfen Frauen                        069 489 865 51
Frankfurter Verein                              069 430 547 66
Kinder- und Jugendschutztelefon    0800 20 10 111

Weitere Informationen und Kontakt

Claudia Santilli, Team Höchst, Caritasverband Frankfurt e. V. Telefon 069 2982-2793, claudia.santilli(at)caritas-frankfurt.de 

Letzte Aktualisierung

17.11.2021

Aktuelles aus dem Bistum

Flutkatastrophe: 100.000 Euro Soforthilfe

Limburg - Das Bistum Limburg und der Diözesancaritasverband spenden 100.000 Euro an die Betroffenen der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands. Gleichzeitig rufen beide zu Spenden auf.

Referent*in Fundraising (w/m/d) 50%, mit dem Schwerpunkt Fördermittel und Stiftungswesen

Wir lieben Fundraising - Sie auch? Dann sind Sie bei uns richtig!

250.000 Euro für die Beratungsdienste der Caritas - Diözesancaritasverband und Bistum Limburg richten Corona-Fonds ein

Limburg/Wiesbaden/Frankfurt/ Wetzlar/Taunus/ Westerwald - Damit Notfälle nicht warten müssen: Der Caritasverband für die Diözese Limburg e. V. und das Bistum Limburg haben einen eigenen Corona-Fonds „Beratung“ aufgelegt. Insgesamt 250.000 Euro werden für die Psychologischen Beratungsdienste der Caritas, die in der Corona-Pandemie einen enormen Anstieg der Anfragen verzeichnen, bereitgestellt. „Not sehen und handeln – gemäß unserem Leitwort können wir mit unserem gemeinsamen Corona-Fonds nun kurzfristig und unbürokratisch die Beratungskapazitäten der Caritas ausweiten. Auch mit derzeit sinkenden und niedrigen Inzidenzen werden wir weiter mit den Auswirkungen der Pandemie konfrontiert sein“, erklärt Diözesancaritasdirektor Jörg Klärner.

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