06.08.2020

Faktencheck - Haltung zeigen

FRANKFURT - Ein Hinweis zum Umgang mit Verschwörungstheoretiker*innen, Coronaleugner*innen und Verbreiter*innen von „alternativen Fakten“.

News Bild 2426

Wer kennt sie nicht oder hatte wenigstens schon am Rande mit ihnen zu tun: Verschwörungstheoretiker*innen, Coronaleugner*innen und Verbreiter*innen von "alternativen Fakten".

Auch im Caritasverband Frankfurt werden wir mit Meinungen konfrontiert, die wir so nicht teilen können und wollen - ob im direkten Austausch mit Menschen oder in den sozialen Medien.

Wie geht man mit solchen Desinformationen um, wo kann man sich informieren, wie zeigt man Haltung?

Die Caritas steht für Vielfalt und Toleranz, für eine offene Gesellschaft in der jeder Mensch - unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung - seine Vorstellung von einem gelingenden Leben verwirklichen kann und sich gegenseitig mit Respekt begegnet. Hier finden sich Tipps und Informationsangebote mit denen man Andersdenkenden und Skeptiker*innen entgegentreten kann. Denn jede*r ist selbst verantwortlich dafür, im eigenen Umfeld für ein Klima zu sorgen, dass einen respektvollen Umgang miteinander fördert.

 

Ihr Kontakt

Clara Seipel

Externe Kommunikation
Alte Mainzer Gasse 10
60311 Frankfurt

Zu Fakten gibt es keine Alternative

Wer von „alternativen Fakten" spricht, verweigert jeden Diskurs. Der Ausdruck steht für eine Geisteshaltung, in der Falschbehauptungen als legitimes Mittel der öffentlichen Auseinandersetzung salonfähig gemacht werden. Aber zu Fakten gibt es nun mal keine Alternative.

Auch wenn es natürlich einfach ist, sich statt mühevollem informieren einfach eine Haltung zuzulegen, bei der man seine eigenen Fakten kreiert. Menschen zu begegnen, die vehement auf ihrer Meinung beharren und keine offene Diskussion zulassen ist schwierig.

Auch wenn man rhetorisch geschickt reagiert, scheint ein Austausch auf Augenhöhe nicht möglich. Insbesondere wenn das Thema alle gleichermaßen emotional betrifft hat man den verständlichen Anspruch, Aufklärungsarbeit zu leisten, der*dem anderen „die Augen zu öffnen" oder zumindest zu einem differenzierten Meinungsbild beizutragen.

Die eigene Überzeugung äußern

Oftmals ist die Meinung eine*s anderen so verfestigt, dass man mit Fakten und belegbaren Argumenten nicht weiterkommt. In diesen Fällen ist es aus unserer Sicht dennoch wichtig, dass man mit der eigenen Überzeugung markiert, dass man diese Meinung nicht teilt.

Ein einfaches „Ich teile diese Meinung nicht." ist hier manchmal schon ein wichtiger Impuls. Wenn viele für ihre Meinung einstehen, wird auch deutlich, dass Coronaleugner*innen und Verschwörungstheoretiker*innen nicht die Mehrheitsmeinung vertreten, auch wenn sie mitunter durch Demos und Aktionen mehr im Fokus der Medien stehen.

Diskussion anregen

Wenn man das Gefühl hat, eine Diskussion ist hilfreich und gewinnbringend, kann man versuchen, mit Fragen weiterzukommen. Warum sind Sie dieser Meinung? Wo haben Sie diese Information her? Was passiert, wenn Sie diese Haltung so weiterverfolgen? Wie könnten die Folgen sein? Nehmen Sie Ihr Gegenüber ernst und fragen Sie nach Beweggründen, Haltung und Quellen - so regen Sie möglicherweise einen Denkprozess an.

Weitere Informationen zum Thema

Dies ist nur eine kleine Auswahl von (Nachrichten-)Seiten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Falschmeldungen im Netz zu prüfen.

 

Letzte Aktualisierung

24.11.2020

Aktuelles aus dem Bistum

Referent*in Fundraising (w/m/d) 50%, mit dem Schwerpunkt Fördermittel und Stiftungswesen

Wir lieben Fundraising - Sie auch? Dann sind Sie bei uns richtig!

Flutkatastrophe: 100.000 Euro Soforthilfe

Limburg - Das Bistum Limburg und der Diözesancaritasverband spenden 100.000 Euro an die Betroffenen der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands. Gleichzeitig rufen beide zu Spenden auf.

250.000 Euro für die Beratungsdienste der Caritas - Diözesancaritasverband und Bistum Limburg richten Corona-Fonds ein

Limburg/Wiesbaden/Frankfurt/ Wetzlar/Taunus/ Westerwald - Damit Notfälle nicht warten müssen: Der Caritasverband für die Diözese Limburg e. V. und das Bistum Limburg haben einen eigenen Corona-Fonds „Beratung“ aufgelegt. Insgesamt 250.000 Euro werden für die Psychologischen Beratungsdienste der Caritas, die in der Corona-Pandemie einen enormen Anstieg der Anfragen verzeichnen, bereitgestellt. „Not sehen und handeln – gemäß unserem Leitwort können wir mit unserem gemeinsamen Corona-Fonds nun kurzfristig und unbürokratisch die Beratungskapazitäten der Caritas ausweiten. Auch mit derzeit sinkenden und niedrigen Inzidenzen werden wir weiter mit den Auswirkungen der Pandemie konfrontiert sein“, erklärt Diözesancaritasdirektor Jörg Klärner.

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