01.10.2020

Engagement für Obdachlose

HATTERSHEIM - Studentinnen der Hochschule Wiesbaden Rhein-Main entwickeln mit dem Haus Sankt Martin eine Homepage.

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Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist es besonders wichtig, einen schützenden Rückzugsort und gute Hygienebedingungen zu haben. Wie ergeht es aber Menschen, die nicht über den Schutzraum eines eigenen Zuhauses verfügen?

 

Mit dieser Frage beschäftigten sich im vergangenen Semester Emma Beberweil, Jannica Beckmann, Semina Cocos, Carla Soloperto und Nina Wild. Im Rahmen ihres Bachelorstudiums der Gesundheitsbezogenen Sozialen Arbeit an der Hochschule RheinMain nahmen sie an einer Lehrveranstaltung zur Projektentwicklung unter Leitung von Prof. Dr. Christian Schütte-Bäumner teil und recherchierten zu den Themen Obdachlosigkeit und Wohnungslosenhilfe.

 

Um ihre theoretischen Erkenntnisse um praktische Einblicke zu ergänzen, arbeiteten sie mit dem Team um Klaus Störch vom Haus Sankt Martin am Autoberg in Hattersheim zusammen.

 

Das Haus Sankt Martin ist eine Einrichtung der Wohnungslosenhilfe in Trägerschaft des Caritasverbands für den Bezirk MainTaunus e.V.

Ihr Kontakt

Julia Fischer

Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Vincenzstraße 29
65719 Hofheim am Taunus

Aufmerksamkeit und Respekt schaffen

Die Recherche und Einblicke vor Ort zeigten deutlich, dass die Corona-Pandemie und vor allem der Lockdown bestehende Probleme Obdachloser zusätzlich verschärft haben. Ohnehin knappe Schlafplätze wurden aufgrund der Abstandsregeln weiter reduziert, viele öffentliche sanitäre Einrichtungen geschlossen. Auch die Anzahl der Passanten, die auf ihrem Weg durch die Stadt Geld und Lebensmittel spenden oder Pfandflaschen hinterlassen, nahm merklich ab.

 

Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, entwickelten die Studentinnen die Aufklärungskampagne "Nimm dir eine Minute fürs Leben" sowie die Website www.eineminute.com. Durch Plakate mit dem Hashtag "Zuhause bleiben kann ich nicht", die die Studentinnen in Hofheim, Hattersheim, Flörsheim sowie einigen Orten im Kreis Groß-Gerau aufhängten, wurde Aufmerksamkeit für die Website geschaffen.

 

Schon eine Minute reiche aus, um etwas in den Köpfen der Menschen zu verändern, berichtet Projektteilnehmerin Emma Beberweil. Wer sich nach dem Lesen eines Plakates mit der Website beschäftige, werde durch weiterführende Informationen und Zitate obdachloser Menschen zusätzlich für das Thema sensibilisiert und erfahre, wie Obdachlosen schon durch kleine Gesten geholfen werden kann. Dazu gehörten nach Aussage der Studentinnen nicht nur materielle Hilfeleistungen, sondern vor allem auch Respekt und zwischenmenschliche Aufmerksamkeit. Schon ein kleines Lächeln sei wertvoll, um Menschlichkeit zu zeigen und den Alltag der Obdachlosen etwas angenehmer zu machen.

 

Das Bild zeigt (v. li. n. re.): Prof. Dr. Christian SchütteBäumner, Carla Soloperto, Jannica Beckmann, Semina Cocos, Emma Beberweil, Klaus Störch und Alexander Hummler

Letzte Aktualisierung

21.12.2020

Aktuelles aus dem Bistum

#30unter30: Stiftungsnachwuchs fördern

Limburg – Vom 28. bis 30. September 2022 findet in Leipzig der diesjährige Deutsche Stiftungstag statt. Die Initiative #30unter30 bietet 30 jungen Menschen unter 30 Jahren die Möglichkeit, kostenfrei an dem diesjährigen Stiftungstag teilzunehmen. In Workshops und in Begegnungen mit anderen Expert*innen aus der Branche, können sie aktiv Netzwerken und lernen, was es Neues im Bereich Stiftungswesen gibt.

Video zur „Aktionswoche Schuldnerberatung“ veröffentlicht

Limburg/Frankfurt/Wiesbaden/ Westerwald/Rhein-Lahn - Schon wieder eine Rechnung und drei Mahnungen. Die Briefe. Die vielen Briefe. Sie hätten sich schon längst kümmern müssen. Tom und Susi, so heißen die Protagonisten in einem neuen Erklär-Video, sind überschuldet. Pünktlich zur Aktionswoche Schuldnerberatung vom 30. Mai bis zum 5. Juni haben die Schuldnerberatungsstellen der Caritas im Bistum Limburg ein eigenes Erklärvideo zum Thema veröffentlicht. Die Aktionswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto "... und plötzlich überschuldet". Das Video mit Zeichentrick-Charakter erklärt anschaulich, an wen man sich wenden kann, wie eine Schuldnerberatung abläuft, welche Unterlagen gebraucht werden und wie die Beraterinnen und Berater Hilfesuchenden zur Seite stehen.

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