27.08.2020

Caritas-Spendenaktion: 30 Kinder erhalten Ausstattung für das Lernen zu Hause

WETZLAR - Unter dem Slogan „Digitalpaten“ haben Caritas und die katholischen Kirchengemeinden während des Corona-Lockdowns dazu aufgerufen, Kinder und Jugendliche im Homeschooling zu unterstützen. Ziel der Aktion ist, Schülerinnen und Schüler, die zu Hause mangels digitaler Ausstattung keine Schulaufgaben erledigen können, schnell und unbürokratisch mit dem nötigen Equipment auszustatten.

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Caritasverband Westerwald

In Kooperation mit dem Elektrofachmarkt Expert Klein konnten bisher 30 Familien aus Wetzlar und dem Lahn-Dill-Kreis unterstützt werden. Sie erhielten Gutscheine für Laptop, Drucker oder Tablet im Wert von bis zu 380 Euro. Kostengünstige Office Pakete wurden von Expert Klein zusätzlich ausgegeben. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden von Privatpersonen sowie aus Mitteln der Caritasstiftung Wetzlar und dem Bistum Limburg. 

 

Einen der Gutscheine hat der dreizehnjährige Simon erhalten (Name geändert). Er geht in die 7. Klasse einer Wetzlarer Gesamtschule. Seine alleinerziehende Mutter arbeitet als Reinigungskraft. In der Familienkasse fehlt das Geld für einen Laptop. Simon hat zwar ein Smartphone, das hat aber nicht gereicht, um die Aufgaben, die die Lehrerin täglich online geschickt hat, zu bearbeiten. „Simon ist immer gern zur Schule gegangen“, erzählt seine Mutter. „Die Situation im Homeschooling war jedoch sehr schwer für ihn. Er hat eine LeseRechtschreib-Schwäche und Angst im Unterricht nicht mehr mitzukommen.

Dass er jetzt einen Laptop hat um die Aufgaben zu erledigen und dort auch Lernprogramme und Lernspiele nutzen kann, ist eine enorme Erleichterung für uns“, berichtet die Mutter.   

Ihr Kontakt

Wiebke Aßheuer

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Goethestraße 13
35578 Wetzlar

Viele Anfragen erreichten den Caritasverband

„Zahlreiche Anfragen von Familien mit wenig Geld haben uns während des Lockdowns erreicht“, erzählt Wiebke Aßheuer vom Caritasverband Wetzlar/Lahn-Dill-Eder. „Häufig ging es um Probleme im Homeschooling. In vielen Familien gibt es zwar ein Smartphone, das sich aber durch den kleinen Bildschirm nicht wirklich zum Lernen eignet. Oft müssen sich mehrere Kinder ein Gerät teilen, ein ruhiger Platz oder ein eigenes Zimmer zum Lernen fehlt in diesen Familien meist“, berichtet Aßheuer.  Viele Familien hätten zudem zusätzliche Kosten stemmen müssen, zum Beispiel für das Ausdrucken von Arbeitsblättern oder den Kauf eines teureren Internetvertrags mit höherem Datenvolumen. 

Forderungen an die Politik

Der Caritasverband fordert daher, dass die hessische Landesregierung die Anschaffung von notwendigen Endgeräten im Rahmen der Bildungs- und Teilhabeleistungen als unabweisbaren Mehrbedarf anerkennt und so den Jobcentern die Möglichkeit gibt, entsprechende Anträge von Hilfesuchenden positiv zu entscheiden. Neben der Hardware müssten auch die notwendigen Programme und Support anerkannt werden.  


Der Verleih von iPads durch die Schulen, im Rahmen des Soforthilfeprogramms des Bundes, sei zu begrüßen. So sei gewährleistet, dass die Geräte den schulischen Anforderungen entsprechen. Jedoch sei es wichtig, die Geräte dauerhaft an bedürftige Schüler zu verleihen - denn sie werden langfristig benötigt, auch für das Lernen im Regelbetrieb.  


Die tägliche Erfahrung der Fachkräfte der Caritas zeigt auch, dass es weitere Anstrengungen braucht, um die Medienkompetenz der Schüler zu erhöhen. Es reiche nicht aus, nur die Hardware zur Verfügung zu stellen. Es fehle am Know How, die Geräte und die Software zu nutzen. In einer Summerschool und Digitalisierungskursen für Kinder und deren Eltern, gibt der Caritasverband Hilfestellung, um eine kontinuierliche Begleitung im Schulalltag sicherzustellen.  
 

Letzte Aktualisierung

12.10.2020

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Aktuelles aus dem Bistum

Bistum Limburg und der Diözesancaritasverband unterstützen Vereine zur Seenotrettung mit 25.000 Euro

BISTUM LIMBURG - Weltweite Krisen treiben weiterhin viele Menschen zur Flucht über das Mittelmeer. Allein 2020 ertranken dabei nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration IOM 1426 Menschen. 2021 sind es bereits 306 Personen (Stand 30. März). Das Bistum Limburg und der Diözesancaritasverband Limburg unterstützen deshalb zwei Seenotrettungsvereine mit 25.000 Euro. 15.000 Euro gehen an Sea-Eye e.V in Regensburg, 10.000 Euro an SOS MEDITERRANEE Deutschland e.V. Beide NGOs sind mit Schiffen und freiwilligen Helfern im Mittelmeer tätig. Im April will Sea-Eye e.V. ein weiteres Schiff namens „Sea-Eye 4“ in die Region entsenden, an dem auch das Bündnis United4Rescue beteiligt ist.

Philippinen nach Taifun auf Hilfe angewiesen

BISTUM LIMBURG - Der Taifun „Vamco" nahm tausenden Menschen ihr Zuhause und sorgte am Samstag, 14. November 2020, für Überschwemmungen im Großraum Metro Manila auf den Philippinen. Zur Katastrophenhilfe stellen das Bistum Limburg und der Caritasverband für die Diözese 50.000 Euro bereit. „Vamco“ ist bereits der fünfte Taifun in einem Monat, der auf die Küsten der Philippinen trifft.

Hilfe für Beirut - Bistum Limburg und Diözesancaritasverband spenden 50.000 Euro

BISTUM LIMBURG - Die Explosionen in Beirut sind eine Katastrophe für den Libanon und die Menschen, die dort leben. Um ihnen beizustehen und Solidarität zu zeigen, spenden das Bistum Limburg und der Diözesancaritasverband 50.000 Euro an Caritas International.