28.06.2021

250.000 Euro für die Beratungsdienste der Caritas - Diözesancaritasverband und Bistum Limburg richten Corona-Fonds ein

Limburg/Wiesbaden/Frankfurt/ Wetzlar/Taunus/ Westerwald - Damit Notfälle nicht warten müssen: Der Caritasverband für die Diözese Limburg e. V. und das Bistum Limburg haben einen eigenen Corona-Fonds „Beratung“ aufgelegt. Insgesamt 250.000 Euro werden für die Psychologischen Beratungsdienste der Caritas, die in der Corona-Pandemie einen enormen Anstieg der Anfragen verzeichnen, bereitgestellt. „Not sehen und handeln – gemäß unserem Leitwort können wir mit unserem gemeinsamen Corona-Fonds nun kurzfristig und unbürokratisch die Beratungskapazitäten der Caritas ausweiten. Auch mit derzeit sinkenden und niedrigen Inzidenzen werden wir weiter mit den Auswirkungen der Pandemie konfrontiert sein“, erklärt Diözesancaritasdirektor Jörg Klärner.

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„Die Pandemie hat die Lage vieler Menschen weiter verschärft. Um der gestiegenen Nachfrage nach Beratung gerecht zu werden und Belastungsspitzen abfedern zu können, stellen wir punktuell zusätzliche Mittel zur Verfügung“, betont Generalvikar Wolfgang Rösch. „Als Kirche wollen wir Menschen bei der Bewältigung sozialer und psychischer Notlagen helfen und sie in Krisensituationen begleiten und beraten. Solidarität als gemeinschaftliche Aufgabe ist jetzt wichtiger denn je.“

 

Insgesamt gibt es acht Erziehungs- bzw. Familienberatungsstellen, die nur anteilig durch öffentliche Gelder refinanziert werden, sowie weitere sechs, komplett aus kirchlichen Eigenmitteln finanzierte Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen der Caritas im Bistum Limburg. „Aus Beratungsstellen im hessischen Teil des Bistums sowie den zwei Beratungsstellen im rheinland-pfälzischen Teil haben wir die Rückmeldungen, dass die Beratungsanfragen nicht mehr mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen bearbeitet werden können“, berichtet die zuständige Caritas-Fachbereichsleiterin Eva-Hannöver-Meurer. „Dringende Notlagen können nicht mehr umgehend beraten werden“, so Hannöver-Meurer. Trotz der Umstellung auf digitale Beratungsformate sowie das durchgehende Angebot von Face-to-Face-Beratung überstiegen die Anfragen die Kapazitäten.

Ihr Kontakt

Dr. Friederike Lanz

Leiterin Verbandskommunikation
Über der Lahn 5
65549 Limburg

Jugendliche leiden an psychischen Folgen

Dass nun der Corona-Fonds „Beratung“ aufgelegt worden ist, sei gerade auch für Jugendliche von großer Bedeutung. Denn für sie, gibt Hannöver-Meurer zu bedenken, seien die Auswirkungen der Pandemie dramatisch. Die Beratungsdienste berichteten über Anfragen von Jugendlichen selbst, die angesichts der aktuellen Situation zunehmend an den psychischen Folgen leiden. Aber auch viele Eltern und Familien wenden sich rat- und hilfesuchend an die Erziehungsberatungsstellen. Kontinuierlich gestiegen sind zudem die Anfragen an die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstellen, denn auch Paarbeziehungen gerieten angesichts der besonderen Belastungen durch die Pandemie unter Druck und Stress. Mit der Summe können jeder Beratungsstelle befristet für ein Jahr ca. 10 - 15 Beratungsstunden pro Woche zur Verfügung gestellt werden.

 

Bild: Freude über den eigens aufgelegten Corona-Fonds bei der zuständigen Caritas-Fachbereichsleiterin Eva Hannöver-Meurer, Diözesancaritasdirektor Jörg Klärner (li.) und Generalvikar Wolfgang Rösch (re.). (Foto: Lanz, DiCV Limburg)

Weitere Informationen unter: www.dicv-limburg.de

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