Wenn Mütter und Väter eine Auszeit brauchen

Etliche Postkarten schmücken das Büro von Karin Schuler im Caritas-Zentrum in Montabaur. Mal sind es einladende Ansichten von Langeoog, mal idyllische Eindrücke aus dem Hochsauerland oder dem Bayerischen Wald, die an den Wänden und Schränken hängen. Allerdings sind die Karten nicht etwa Urlaubsgrüße von Schulers Kolleginnen und Kollegen. Vielmehr sind es Dankeskarten von Klienten, die zuvor bei ihr in der Beratung waren.

 

Seit 1990 ist Karin Schuler beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn tätig, seit 2013 ist sie unter anderem für die Kurberatung zuständig. Hier hilft, berät und unterstützt sie Menschen, die dringend eine Auszeit benötigen. Grundsätzlich können Mütter wie Väter zur Beratung kommen, allerdings sind die Männer sichtlich in der Unterzahl, wie Karin Schuler berichtet. Zum Vergleich: 55 Müttern, die im ersten Halbjahr des Jahres 2020 den Kontakt zur Kurberatung der Caritas suchten, stehen im gleichen Zeitraum gerade einmal sechs Väter gegenüber. Bei den Kur-Anfragen, die Karin Schuler erreichen, geht es entweder um eine Mutter-Kind-Kur, eine Vater-Kind-Kur oder eine Mütterkur.

 

Sie hilft den kurbedürftigen Müttern und Vätern nicht nur bei der Antragstellung für die Kur oder dem Widerspruch im Falle einer Ablehnung, sondern auch bei der Suche nach der passenden Klinik. Dabei arbeitet der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn eng mit dem Müttergenesungswerk zusammen.

Ihr Kontakt

Holger Pöritzsch

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Philipp-Gehling-Straße 4
56410 Montabaur

Wir bedanken uns von ganzem Herzen, dass Sie uns so schnell eine soooo schöne Kur ermöglicht haben. Vielen Dank, Sie sind unser Kur-Engel.

Ein Klient schickte Caritas-Beraterin Karin Schuler diesen Dank per Postkarte aus der Kur.

„Wir sind anerkannte Beratungsstelle des Muttergenesungswerks und nur eine von zwei dieser Anlaufstellen in der Region“, erklärt Schuler und weist darauf hin, dass die Kurberatung der Caritas stets kostenlos ist.

 

Doch wer benötigt eigentlich eine Kur bzw. hat Anspruch darauf? „Elternteile in aktueller Erziehungsverantwortung mit Kindern bis zu zwölf Jahren haben alle vier Jahre Anspruch auf eine Kur, wenn die medizinischen und/oder psychosozialen Voraussetzungen vorliegen“, erklärt Karin Schuler. Ist eine Kur vorzeitig begründet, kann auch vor Ablauf der 4-Jahres-Frist ein Antrag gestellt werden. „Belastungsfaktoren für den Kurantrag können unter anderem ein Erschöpfungssyndrom (Burn-out), Anpassungsstörungen, Unruhe- und Angstgefühle, depressive Verstimmungen, aber auch Schlafstörungen oder funktionelle Magen-Darm-Probleme sein“, so Schuler.

 

„Die Kurberatung ist ein beliebtes Angebot und wird rege genutzt“, sagt Dorothea Westermayer, Abteilungsleiterin Beratung und Soziale Dienste beim Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn. Daher ist es ist ihr natürlich wichtig, dass auch dieses Beratungsangebot als eines von vielen langfristig gesichert ist. „Dabei sind wir unter anderem auch auf Spenden angewiesen“, betont Dorothea Westermayer.

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