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Haus der Volksarbeit e. V.

Individuelle Beratung für Menschen mit Behinderungen

Unterstützung für die Initiative Allenstein im Haus der Volksarbeit in Frankfurt

Die Initiative Allenstein ist im Kern eine Selbsthilfegruppe von Menschen mit sehr verschiedenen Einschränkungen. Die Gruppe wird sozialpädagogisch begleitet und gefördert. In ihrer Art und Langfristigkeit ist sie einmalig im Rhein-Main-Gebiet.

 

Der aus Teilnehmer*innen der Initiative bestehende „AllensteinRat“ reflektiert die Entwicklung der Initiative und hat das Ziel, den Prozess der Selbstbestimmung voran zu bringen.

Ihr Kontakt

Heike Rösch

Leitung Initiative Allenstein
Eschenheimer Anlage 21
60318 Frankfurt am Main

Die Initiative Allenstein ist eine Gruppe von Menschen verschiedenen Alters, die ihr Leben selbstständig gestalten. Einige von uns haben Einschränkungen bzw. Handicaps.

Mitglieder der Initiative Allenstein

Wir konnten das Beratungsangebot 2019 in 48 Wochen anbieten. Die Beratungen fanden vor allem donnerstags vor dem offenen Treffen statt. Das ist der Ort an dem der größte Austausch in unserem  peer-to-peer-Ansatz stattfindet. In den individuellen Beratungen konnten Themen besprochen werden, die sich danach im offenen Treffen günstig auf die Gruppenstimmungen auswirkten. Durch den offenen Treff ergaben sich immer wieder neue Termine, rund um den Donnerstag. Beraten wurde darüber hinaus an Dienstagen und Freitagen.

 

Neues Beratungsangebot findet großen Anklang

Um den Beratungsterminen die Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit zu geben, die sie haben, wurden die Termine schriftlich mit einem kleinen Terminzettel vergeben und in ein Terminbuch „Intensive individuelle Beratung“ eingetragen. Das hatte positiv zur Folge, dass in der Regel kaum Termine vergessen wurden oder ausfielen.

 

Die Intensität der Beratungen unterscheidet sich von einem Tür-und-Angel-Gespräch in der Weise, dass sie vorher festgelegt sind und dass ein Zeitfenster dafür reserviert wurde. Von den Teilnehmenden wurde es als sehr angenehm empfunden, dass eigene Themen nicht zwischendurch besprochen wurden mit einer Bezugsperson, die gerade etwas Zeit erübrigen konnte. Sie konnten sich im Gegenteil gewiss sein, dass die Bezugsperson bereits vor Ort war und in einem Raum ohne äußere Störung bereits wartete.

 

Dadurch, dass die Bezugsperson allen, die Beratungen in Anspruch genommen haben, bereits bekannt war, gab es keine Schwellenängste, mit dem neuen Beratungsangebot warm zu werden und es gleich nach Einführung anzunehmen.

 

Klare Strukturen für intensive Beratung

Wir teilten die Beratungen in verschiedenen Zeitzonen ein. Die Teilnehmenden konnten im Vorfeld gemeinsam mit der Bezugsperson überlegen, wie lange das Gespräch dauern wird. Diesen kleinen pädagogischen Kniff haben wir eingeführt, um die Sensibilität für die eigenen Themen zu schärfen bzw. die Bedeutung an Zeit, die Themen benötigen.

 

Es sollte damit auch erreicht werden, kleinere von größeren Themen oder gar sehr komplexen Themenfeldern unterscheiden zu lernen. So gingen manchmal Teilnehmenden davon aus, ein ganz kleines 30 Minuten-Thema mitzubringen.

 

Bei näherer Betrachtung und intensivem Nachfragen stellte sich manches kleine Thema dann als komplexes und vielschichtiges Themenfeld heraus. In solch einem Fall wurden die einzelnen Themen auf Moderationskarten geschrieben und nebeneinandergelegt.

 

Es wurde für jedes Thema auch überlegt, mit welchem Begriff sich das Thema beschreiben lässt. Dieser Begriff wurde dem Thema auf der Moderationskarte ergänzt. Eine solche Visualisierung schärfte das Bewusstsein für ein Erkennen von nicht einordbaren Gefühlen und half beim Sortieren der einzelnen Themen.

 

Es wurde im nächsten Schritt dann gemeinsam daran gearbeitet, in welcher Reihenfolge die Themen bearbeitet werden. Dafür wurden weitere Termine ausgemacht und wieder überlegt, wie viel Zeit für den nächsten Termin eingeplant werden sollte bewilligt.

 

Unterstützung für das wichtige Beratungsangebot

Es wurden in 2019 206 Beratungen durchgeführt. Mit der Corona-Pandemie  ist die individuelle Beratungsnotwendigkeit als stabilisierender Faktor noch bedeutender geworden. Unterstützen Sie die Initiative Allenstein im Haus der Volksarbeit mit Ihrer Spende, damit dieses wichtige Beratungsangebot für Menschen mit Behinderung fortgeführt und weiter ausgebaut werden kann.

Wir benötigen Ihre Spende zur Finanzierung vom: